Goten: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein bekannter Gotenkönig war Theoderich der Große: Er war [[König]] in Italien, lebte in der Stadt Ravenna und versuchte mit den Römern in [[Frieden]] zu leben. Die Goten waren in ihren Reichen zwar die herrschende Gruppe in der Bevölkerung, sie waren jedoch nur eine [[Minderheit]]. Sie vermischten sich mit den einheimischen [[Volk|Völkern]] wie den Römern und passten sich auch größtenteils deren [[Kultur]] und Lebensweise an. Gleichzeitig nahm das Gotische aber auch Einfluss auf die einheimische Kultur. | Ein bekannter Gotenkönig war Theoderich der Große: Er war [[König]] in Italien, lebte in der Stadt Ravenna und versuchte mit den Römern in [[Frieden]] zu leben. Die Goten waren in ihren Reichen zwar die herrschende Gruppe in der Bevölkerung, sie waren jedoch nur eine [[Minderheit]]. Sie vermischten sich mit den einheimischen [[Volk|Völkern]] wie den Römern und passten sich auch größtenteils deren [[Kultur]] und Lebensweise an. Gleichzeitig nahm das Gotische aber auch Einfluss auf die einheimische Kultur. Dass es heute blonde Menschen in Italien und Spanien gibt, liegt unter anderem an den Goten. | ||
Das Reich der Ostgoten in Italien endete um das Jahr 550, als der ostgotische König von den [[Byzantinisches Reich|Byzantinern]] gestürzt wurde. Auf der Iberischen Halbinsel herrschten die Westgoten noch bis ins frühe 8. Jahrhundert. Damals begannen die Mauren damit, die Halbinsel zu erobern. Der Feldherr Tāriq ibn Ziyād besiegte dabei in einer [[Schlacht]] den letzten Westgotenkönig Roderich. Die Mauren waren [[Muslim]]e, die vor allem aus [[Afrika|Nordafrika]] kamen. | Das Reich der Ostgoten in Italien endete um das Jahr 550, als der ostgotische König von den [[Byzantinisches Reich|Byzantinern]] gestürzt wurde. Auf der Iberischen Halbinsel herrschten die Westgoten noch bis ins frühe 8. Jahrhundert. Damals begannen die Mauren damit, die Halbinsel zu erobern. Der Feldherr Tāriq ibn Ziyād besiegte dabei in einer [[Schlacht]] den letzten Westgotenkönig Roderich. Die Mauren waren [[Muslim]]e, die vor allem aus [[Afrika|Nordafrika]] kamen. | ||
Heute gibt es die Goten als Volk nicht mehr. Der [[Name]] wird aber für allerlei verwendet, was für das Mittelalter steht. Bekannte Beispiele sind der gotische Baustil, also die [[Gotik]], oder die [[Handschrift]] des späten Mittelalters. In den Jahren um 1800 mochte man das Alte und Gruselige und nannte es gotisch. Heute steht das [[Englische Sprache|englische Wort]] "Gothic" oder "Goth" für eine Subkultur von [[Jugendlicher|Jugendlichen]] und jungen Leuten. „Goths“ ziehen sich gerne dunkle Kleider an und haben eine Vorliebe für das Unheimliche | Heute gibt es die Goten als Volk nicht mehr. Der [[Name]] wird aber für allerlei verwendet, was für das Mittelalter steht. Bekannte Beispiele sind der gotische Baustil, also die [[Gotik]], oder die [[Handschrift]] des späten Mittelalters. In den Jahren um 1800 mochte man das Alte und Gruselige und nannte es gotisch. Heute steht das [[Englische Sprache|englische Wort]] "Gothic" oder "Goth" für eine Subkultur von [[Jugendlicher|Jugendlichen]] und jungen Leuten. „Goths“ ziehen sich gerne dunkle Kleider an und haben eine Vorliebe für das Unheimliche. Mit den Goten hat das allerdings gar nichts zu tun. | ||
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Aktuelle Version vom 25. Februar 2026, 10:04 Uhr

Die Goten waren ein germanisches Volk im späten Altertum und im frühen Mittelalter. Sie sprachen eine eigene Sprache, das Gotische. Man weiß nicht genau, woher sie kamen. Möglicherweise stammten sie aus Osteuropa oder aus Skandinavien. Erste Berichte über die Goten gibt es aus dem 3. Jahrhundert, als sie an der Schwarzmeerküste Krieg gegen die Römer führten. Ab dem 4. Jahrhundert wurden die Goten christlich.
Nachdem das Weströmische Reich zerfallen war und die Völkerwanderung begann, zogen Goten in dieses alte Reich ein und gründeten eigene Reiche. Schon damals gab es zwei große Gruppen: die Ostgoten und die Westgoten. Die Ostgoten ließen sich etwa ab dem Jahr 488 in Italien nieder. Die Westgoten besiedelten die Iberische Halbinsel, also das heutige Spanien und Portugal.
Ein bekannter Gotenkönig war Theoderich der Große: Er war König in Italien, lebte in der Stadt Ravenna und versuchte mit den Römern in Frieden zu leben. Die Goten waren in ihren Reichen zwar die herrschende Gruppe in der Bevölkerung, sie waren jedoch nur eine Minderheit. Sie vermischten sich mit den einheimischen Völkern wie den Römern und passten sich auch größtenteils deren Kultur und Lebensweise an. Gleichzeitig nahm das Gotische aber auch Einfluss auf die einheimische Kultur. Dass es heute blonde Menschen in Italien und Spanien gibt, liegt unter anderem an den Goten.
Das Reich der Ostgoten in Italien endete um das Jahr 550, als der ostgotische König von den Byzantinern gestürzt wurde. Auf der Iberischen Halbinsel herrschten die Westgoten noch bis ins frühe 8. Jahrhundert. Damals begannen die Mauren damit, die Halbinsel zu erobern. Der Feldherr Tāriq ibn Ziyād besiegte dabei in einer Schlacht den letzten Westgotenkönig Roderich. Die Mauren waren Muslime, die vor allem aus Nordafrika kamen.
Heute gibt es die Goten als Volk nicht mehr. Der Name wird aber für allerlei verwendet, was für das Mittelalter steht. Bekannte Beispiele sind der gotische Baustil, also die Gotik, oder die Handschrift des späten Mittelalters. In den Jahren um 1800 mochte man das Alte und Gruselige und nannte es gotisch. Heute steht das englische Wort "Gothic" oder "Goth" für eine Subkultur von Jugendlichen und jungen Leuten. „Goths“ ziehen sich gerne dunkle Kleider an und haben eine Vorliebe für das Unheimliche. Mit den Goten hat das allerdings gar nichts zu tun.
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König Roderich auf einem Gemälde aus dem 19. Jahrhundert
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Eine Münze, die Theoderich den Großen zeigt
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„Goths“ ziehen sich gerne dunkel an.
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