Salat

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In einem Restaurant in New York: Salat mit Pilzen, Spinat, braunem Reis und Pak Choi, einem Kohl aus China.

Salat ist ein Wort, das zwei Dinge meint: eine Pflanze und eine Speise. In der Natur bezeichnen Menschen mit Salat vor allem bestimmte Pflanzen mit weichen, grünen Blättern. Diese Pflanzen wachsen oft dicht beieinander und bilden Köpfe oder breite Blattkreise. Sie werden gezielt angebaut, um gegessen zu werden. Sie gehören zu den wichtigsten Gemüsepflanzen weltweit.

In der Küche oder beim Essen meint man mit Salat eine Speise, die aus mehreren Zutaten besteht. Diese werden klein geschnitten und miteinander vermischt. Häufig gehören frische Salatblätter dazu, aber auch andere Ernährung wie Gemüse, Kartoffeln, Nudeln, Fleisch oder Obst. Typisch für Salate ist, dass sie meistens kalt gegessen werden und mit einer Soße angerichtet sind. Diese Soße nennt man Dressing.

Ob man von Salat als Pflanze oder als Gericht spricht, hängt also vom Zusammenhang ab. Beide Bedeutungen gehören eng zusammen, denn aus den Pflanzen entstehen die Speisen. Im Alltag denken die meisten Menschen beim Wort Salat zuerst an eine leichte Mahlzeit oder eine Beilage.

Welche Pflanzen heißen Salat?

Die meisten Pflanzen, die man als Salat bezeichnet, gehören zur Gruppe der Gartensalate. In der Biologie sind sie mit den „Korbblütlern“ verwandt. Das erkennt man daran, dass die Pflanze kleine gelbe Blüten bildet, wenn man sie lange genug wachsen lässt. Ein Beispiel für Korbblütler wäre auch der Löwenzahn. Für die Ernährung erntet man den Salat jedoch schon früher. Zu diesem Zeitpunkt sind die Blätter noch zart und schmecken nicht bitter.

Es gibt zwei große Gruppen bei den Blattsalaten. Die eine Gruppe bildet feste Köpfe, bei denen die Blätter eng übereinanderliegen. Besonders bekannt ist der Kopfsalat. Die andere Gruppe bildet lockere Blätter, die man einzeln abzupfen kann. Diese nennt man Schnittsalate oder Pflücksalate. Daneben gibt es noch Sorten wie den Feldsalat oder den Rucola, die zu anderen Pflanzenfamilien gehören, aber in der Küche wie ein Blattsalat verwendet werden.

Woher kommt der Salat ursprünglich?

Die Vorfahren des heutigen Gartensalats stammen aus dem Gebiet rund um das Mittelmeer und aus der Mitte Asiens. Schon vor mehreren tausend Jahren bauten die Menschen im alten Ägypten eine Form von Salat an. Damals nutzten sie die Pflanze vor allem wegen ihrer Samen, aus denen sie Öl pressten. Erst später entdeckten die Menschen, dass auch die Blätter essbar sind.

Über die Griechen und Römer verbreitete sich der Anbau in ganz Europa. Im Mittelalter wurde Salat vor allem in den Gärten von Klöstern gezüchtet. Die Mönche wussten bereits viel über die verschiedenen Sorten und wie man sie pflegt. Heute wird Salat fast überall auf der Erde angebaut. In Europa kommt er im Sommer oft vom Feld im Freien und im Winter aus großen Gewächshäusern oder aus wärmeren Regionen wie Spanien oder Nordafrika.

Wie wächst Salat auf dem Feld?

Römersalat auf einem Feld in den Vereinigte Staaten von Amerika

Salatpflanzen wachsen aus sehr kleinen Samen. Die Bauern säen diese Samen entweder direkt in die Erde oder ziehen kleine Jungpflanzen in Töpfchen vor. Salat braucht zum Wachsen vor allem drei Dinge: Licht, ausreichend Wasser und einen Boden mit vielen Nährstoffen. Die Pflanzen mögen es mäßig warm, also nicht zu kalt und nicht zu warm. Bei zu großer Hitze fangen sie an zu schießen. Das bedeutet, dass der Stängel sehr schnell in die Höhe wächst und die Blätter bitter und hart werden. Dann kann man sie nicht mehr gut essen.

Die Wachstumszeit ist je nach Sorte unterschiedlich. Manche Sommersalate sind schon nach sechs Wochen fertig für die Ernte. Wintersalate wachsen langsamer, weil es weniger Licht und Wärme gibt. Wenn der Salat reif ist, wird er knapp über dem Boden abgeschnitten. Damit er frisch bleibt, muss er nach der Ernte schnell gekühlt werden. Denn die dünnen Blätter verlieren sonst viel Wasser und werden schlaff.

Warum essen Menschen Salat?

Salatköpfe auf einem Markt

Viele Menschen essen Blattsalat gerne, weil er erfrischend schmeckt und wichtige Stoffe für den Körper enthält. In den Blättern befinden sich Vitamine und Mineralstoffe. Da Salat zu einem sehr großen Teil aus Wasser besteht, hat er nur wenig Kalorien. Das macht ihn zu einer leichten Speise.

Besonders wichtig sind die Ballaststoffe im Salat. Das sind Teile der Pflanze, die der Mensch nicht verdauen kann, die aber für die Arbeit des Magens und des Darms sehr nützlich sind. Viele Menschen schätzen an Salat auch, dass er knackig ist. Es fühlt sich angenehm an, frischen Salat zu kauen. In vielen Ländern gehört ein kleiner Blattsalat zur Hauptmahlzeit dazu.

Wie bereitet man Blattsalat in der Küche zu?

Vor dem Essen muss der Salat gründlich mit kaltem Wasser gewaschen werden. Damit entfernt man Reste von Erde oder kleine Insekten. Danach werden die Blätter meistens zerkleinert und in einer Salatschleuder getrocknet. Wenn die Blätter zu nass bleiben, haftet die Soße nicht gut daran.

Die Soße für den Salat nennt man Dressing. Sie besteht oft aus einer Mischung von Säure und Öl. Das Öl ist auch wichtig, weil der menschliche Körper manche Vitamine im Salat nur aufnehmen kann, wenn ein wenig Fett dazu gegessen wird. Neben Essig und Öl enthält die Salat-Soße oft Salz, Pfeffer, Zwiebeln oder Kräuter. Manche Rezepte verwenden auch Joghurt oder Sahne.

Welche anderen Arten von Salat gibt es?

Ein klassischer Kartoffelsalat mit Mayonnaise

Neben Blattsalat gibt es viele Gerichte, die ebenfalls Salat heißen, obwohl sie keine grünen Blätter enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Kartoffelsalat, Nudelsalat oder Reissalat. Diese Speisen bestehen aus gekochten Zutaten, die kalt mit einer Soße vermischt werden. Sie machen oft länger satt als Blattsalat.

Auch Fleischsalat, Wurstsalat oder Geflügelsalat sind verbreitet. Dabei werden Fleischstücke mit Mayonnaise oder mit Essig und Öl zubereitet. So ein Gericht heißt zwar Salat, doch es geht nicht um die Pflanze Salat, sondern darum, dass das Gericht aus verschiedenen Zutaten zusammengesetzt ist.

Ein Obstsalat besteht aus klein geschnittenen Früchten. Häufig reicht der Saft der Früchte schon als Soße aus. Alle diese Salate haben gemeinsam, dass ihre Zutaten in kleine Stücke geschnitten und gut miteinander vermischt werden. Man sagt also Salat und meint auch hierbei die Zubereitung.




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